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Datum: Freitag, 3. September 2010
Alarmzeit: ca. 09:10 Uhr
Alarmgrund: B4 - Vollbrand einer Scheune

 

Alarmierte Kräfte: u.a. FF Ebing, FF Rattelsdorf, FF Zapfendorf, FF Hallstadt, UG-ÖEL Bamberg Land, Rettungsdienst, Polizei, SEK

Einsatzstelle: Ebing, Gemeinde Rattelsdorf

Mit dem Einsatzstichwort Scheunenbrand wurden wir am Freitagvormittag nach Ebing alarmiert.

Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle wurde bekannt, dass sich noch ein Bewohner im Gebäude befindet und die Einsatzkräfte mit einer Schusswaffe bedroht. Löscharbeiten konnten daher zunächst nur im rückwärtigen Teil des Anwesens durchgeführt werden.

Durch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei wurde der Mann schließlich überwältigt und mit einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Die Scheune brannte vollständig nieder und auch das Wohnhaus wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten nur noch Nachlöscharbeiten durchgeführt werden.

Die UG-ÖEL führte unter anderem das Einsatztagebuch, lieferte Lagekarten und Übersichtsbilder für die Einsatzleitung und betreute eine nahe Verwandte des Täters. Unser Einsatz war gegen 12:30 Uhr beendet.


Bericht des Polizeipräsisiums Oberfranken:

EBING, GDE. RATTELSDORF, LKR. BAMBERG. Rund 150.000 Euro Sachschaden entstanden am Freitagvormittag beim Brand einer Scheune und eines Wohnhauses in Ebing. Nach ersten Ermittlungen der Kripo Bamberg, hatte der 80-jährige Hausbesitzer das Feuer selbst gelegt.

Kurz nach 9 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale Oberfranken die ersten Mitteilungen ein, dass in dem dichtbebauten Ort eine Scheune und ein angrenzendes Wohnhaus in Flammen stehen. Bei Eintreffen der ersten Feuerwehreinsatzkräfte, wurden diese vom 80-jährigen Hausbesitzer mit einer Schusswaffe bedroht. Durch das besonnene Verhalten der überraschten Feuerwehrmänner gelang es ihnen, den Mann soweit zu beruhigen, dass sie weitere Kräfte nachalarmieren konnten. Aufgrund der Bedrohungslage wurde deshalb ein Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Nürnberg und speziell geschulte Beamte der Verhandlungsgruppe der oberfränkischen Polizei hinzugezogen, die regelmäßig bei solchen Einsatzsituationen alarmiert werden. Den Polizeikräften gelang es, den Hausbesitzer, der sich in seinem Wohnhaus verbarrikadiert hatte, nach zweistündigen Verhandlungen zu überwältigen und festzunehmen. Er blieb soweit unverletzt, wurde jedoch vorsorglich mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst hatten den Brand rasch unter Kontrolle und konnten so ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern. Dennoch wurde die Scheune vollends ein Raub der Flammen, das Wohnhaus wurde im Inneren stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die ersten Ermittlungen der Kripo Bamberg ergaben, dass der Mann das Feuer selbst gelegt hatte. Die Hintergründe für seine Tat dürften in familiären Streitigkeiten zu finden sein. Woher der 80-Jährige die Kleinkaliberwaffe hat, muss noch geklärt werden.


Weitere Berichte:

Feuerwehr Hallstadt
Polizei Oberfranken
infranken.de
TVO - Videobeitrag
Bayerischer Rundfunk


Bilder:

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