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Datum: Samstag, 8. August 2009
Alarmzeit: 08:39 Uhr
Alarmgrund:
Waldbrand bei Gunzendorf

 

Alarmierte Kräfte:
FF Gunzendorf, FF Buttenheim, FF Altendorf, FF Stackendorf, FF Sassanfahrt, FF Dreuschendorf, FF Seußling, FF Seigendorf, FF Hirschaid, FF Röbersdorf, FF Strullendorf, FF Köttmannsdorf, FF Frankendorf, FF Ketschendorf, FF Tiefenhöchstadt/Kälberberg, FF Drügendorf, FF Unterstürmig, FF Eggolsheim, Örtliche Einsatzleiter, UG-ÖEL Bamberg Land, Landratsamt FB 31.1, Florian Bamberg Land 5, 5/1, 5/3,  Rettungsleitstelle

Einsatzstelle: "Reisigholz" und "Altes Bamberger Holz" am Schießberg südlich von Gunzendorf


Am Samstag, 8. August 2009, um 08:25 alarmierte die Feuerwehreinsatzzentrale Bamberg die Feuerwehren Gunzendorf und Buttenheim mit Alarmstufe 1 zu einer angenommenen Rauchentwicklung im Wald südlich von Gunzendorf. Nach eintreffen an der Einsatzstelle wurde sofort eine Alarmstufenerhöhung auf Stufe 3 verlangt, da der Wald bereits lichterloh brannte und in unmittelbarer Nähe das Sprengstofflager der Firma Westpreng GmbH im Wald von den Flammen bedroht war. Wegen der Explosionsgefahr eines LKW musste sich die Feuerwehr Buttenheim auch zunächst aus diesem Bereich zurückziehen.

Es wurden die oben genannten weiteren Kräfte alarmiert und in den Bereitstellungsraum an der Staatsstraße 2260 beordert. Da es unmittelbar in der Nähe der Einsatzstelle kaum Löschwasser gibt, wurde ein erster Löschangriff über die Tanklöschfahrzeuge vorgenommen und anschließend ein Pendelverkehr von TLF zwischen Gunzendorf und der Einsatzstelle eingerichtet. Parallel dazu wurde eine umfangreiche Löschwasserförderung über lange Schlauchstrecken aufgebaut.

Insgesamt wurde der Waldbrand mittels 26 C-Rohren bekämpft. Löschwasserentnahmestellen wurden unter anderem in Gunzendorf, Dreuschendorf und an der "Roten Mühle" eingerichtet.

Die Einsatzleitung wurde in sicherer Entfernung zur Brandstelle an der Staatsstraße duch die UG-ÖEL eingerichtet. Insgesamt wurden drei Einsatzabschnitte gebildet. Einsatzende war um 10:29 Uhr.

Die massive Löschwasserentnahme führte dazu, dass es in Teilen Gunzendorfs und Dreuschendorfs zu Engpässen bei der Trinkwasserversorgung kam. Da hiervon auch eine Tieraztklinik betroffen war, wurde umgehend versucht den Wasserdruck in Gunzendorf wieder zu stabilisieren und die Löschwasserversorgung über alternative Entnahmestellen sicherzustellen. Das Leben von Mensch und Tier hat immer Vorrang.

Eine wichtige Erkenntnis aus dieser Übung ist, dass für einen solchen Waldbrand die Wasserversorgung derart unzureichend ist, dass in der zukünftigen Einsatzplanung weitere Kräfte erforderlich sind, die eine Löschwasserversorgung aus Baggerlöchern oder dem Main-Donau-Kanal herstellen müssten. Die Bäche der Umgebung führen nicht ausreichend Wasser zur Bekämpfung eines solchen Großbrandes mit sich.


Karte der Einsatzstelle:


Einsatzkarte in voller Größe anzeigen(Link öffnet in neuem Fenster)


weitere Berichte:

Pressemitteilung zur Übung [PDF, 3,2 Mb]


 

Bilder:

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