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Datum: Mittwoch, 29. April 2010
Alarmzeit: ca. 19:25 Uhr
Alarmgrund: B4 - Großbrand eines Bauernhofs
Alarmierte Kräfte: (Aufzählung nicht abschließend) FF Steppach, FF Pommersfelden, FF Burgebrach, FF Oberndorf, FF Herrnsdorf, FF Frensdorf, FF Höchstadt, FF Mühlhausen, FF Walsdorf, FF Wachenroth, FF Buttenheim mit GWAS, FF Bamberg Ständige Wache und LG 4, UG-ÖEL Bamberg Land, Landratsamt, Polizei und Kripo Bamberg, UG-SanEL Land, UG-SanEL Stadt, Rettungsdienst, Atemschutzzentrum Strullendorf, THW Bamberg, Privatfirma
Einsatzstelle: Ortsmitte von Steppach
Um 19:25 Uhr wurden wir zu einem Dachstuhlbrand mit Personen in Gefahr nach Steppach alarmiert. Dort angekommen stellte sich heraus, dass inzwischen ein geamter Bauernhof samt Kuhstallung, Holzlager, Scheune und der Dachstuhl des Wohnhauses in Vollbrand standen. Mehrere Verletzte mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. An dem denkmalgeschütztem ehemaligen Gasthaus, das heute als Dreiseitenhof genutzt wird, entstand immenser Sachschaden.
Der Brand konnte zwar zügig unter Kontrolle gebracht werden, durch eingelagertes Heu und die enge Bebauung, die ein Abtragen der einsturzgefährdeten Gebäudeteile nötig machte, dauerten die Löscharbeiten aber bis in die frühen Morgenstunden an. Immer wieder loderten im Wohnhaus neue Brände auf. Um den großen Bedarf an Atemschutzgeräten decken zu können wurde das Atemschutzzentrum besetzt und ein Pendelverkehr nach Strullendorf eingerichtet.
Das THW wurde beauftragt die Einsatzstelle auszuleuchten und eine provisorische Wand zu errichten um benachbarte Häuser vor herabstürzenden Trümmern zu schützen.
Insgesamt waren über 300 Helfer der verschiedenen Hilfsorganisationen im Einsatz. Die Einsatzleitung wurde nach unserem Eintreffen im Einsatzleitfahrzeug untergebracht.
Erstmals im Echteinsatz und auf Anhieb bewährt hat sich die Software "sceptros" zum Führen einer digitalen Lagekarte, des Einsatztagebuchs und der Personalverwaltung.
Einsatzende für die UG-ÖEL war gegen 04:30 Uhr. Die Nachlöscharbeiten dauerten am Donnerstag weiter an.
Hervorzuheben bei diesem Einsatz ist, neben der guten Zusammenarbeit der Einsatzkräfte, insbesondere die Hilfsbereitschaft der Anwohner, die der geschädigten Familie umgehend Übernachtungsmöglichkeiten anboten, die Kühe und Kälber in eigenen Höfen aufnahmen und die Einsatzkräfte mit Kaffee, Kaltgetränken und Essen versorgten.
Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberfranken
STEPPACH, GDE. POMMERSFELDEN, LKR. BAMBERG. Am Mittwochabend brach in einem landwirtschaftlichen Anwesen im Ortsbereich von Steppach ein Großbrand aus, der einen Sachschaden in Höhe von etwa einer halben Million Euro verursachte.
Aus noch ungeklärter Ursache gerieten die vier Gebäudeteile mit Wohnanwesen, Scheune und Stallungen in Brand. Die vierköpfige Familie mit einem dreiwöchigen Baby konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Ehepaar musste aber im Anschluss mit schwerem Schock in ein Klinikum verbracht werden. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten eine Rauchgasvergiftung und musste ebenfalls in das Klinikum Bamberg transportiert werden. Die eingesetzten Notärzte und Sanitäter behandelten weiterhin die Tochter mit ihrem Baby, einen Feuerwehrmann und vier weitere Personen kurz vor Ort. Die Einsatzkräfte retteten auch die etwa 80 Rinder und Kälber.
Etwa 150 Feuerwehrleute bekämpften den Großbrand, wobei sich das Feuer immer wieder entzündete. Es waren drei Notärzte und etwa 25 Sanitäter, sowie Vertreter des Landratsamtes vor Ort. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen aufgenommen.
Übersicht der Einsatzstelle:
2010_04_28_Steppach auf einer größeren Karte anzeigen
Weitere Berichte:
Feuerwehr Burgebrach
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Feuerwehr Pommersfelden
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THW Ortsverband Bamberg
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Polizeipräsidium Oberfranken